14.10.2025 Nordkap – Honnigsvåg – Kvalsund
Wir starten nach dem Frühstück und fahren die spannende Strecke zurück mit einem Abstecher nach Honnigsvåg. Hier möchten wir gerne die Arctic Icebar sehen, die hat aber leider dauerhaft geschlossen. Jedoch finden wir eine kleine Bäckerei und kaufen Croissants und die obligatorischen Zimtschnecken ein.
Wir wissen so recht noch nicht wohin wir weiter fahren möchten. Unser festes nächstes Ziel ist in 6 Tagen der Campingplatz Garsnes Brygge. Dieser liegt von hier aus sehr weit südwestlich, auf Höhe der Vesteraelen. Das Problem ist jedoch, dass für die kommenden Tage von Westen her sehr schlechtes Wetter angekündigt ist. Trotzdem müssen wir uns langsam Richtung Südwesten bewegen. Ferner möchten wir gerne auf dem Weg dorthin noch die Städte Alta und Tromsø besuchen. Wir sind also in der Zwickmühle. Trockenes Wetter und entgegengesetzte Richtung, das heißt noch mehr Kilometer fahren oder wir nähern uns langsam unserem zweiten Ziel an. So ist dann auch unsere Route ausgefallen. Erst Richtung Osten, bis wir merken, dass wir einen riesen Umweg fahren müssten, also drehen wir um und fahren grob erstmal Richtung Alta. An einer Weggabelung entschließen wir uns spontan noch einen kleinen Abstecher nach Hammerfest zu unternehmen. Da es mittlerweile Nachmittag ist fahren wir nur bis Kvalsund und suchen uns hier einen Stellplatz für die Nacht. Auf diesem Weg treffen wir auf freilaufende Rentiere, die gerne die ganze Straße für sich einnehmen… Während Astrid das Abendessen zubereitet, dreht Reinhard mit Bonnie die Abendrunde.



15.10.2025 Kvalsund – Hammerfest – Kviby
Es ist kalt heute Morgen. Das Thermometer zeigt Temperaturen um den Gefrierpunkt an. Astrid macht sich fertig und geht mit Bonnie eine Runde spazieren. Wir beschließen weiter zu fahren in Richtung Hammerfest um dort den Stellplatz im Hafen aufzusuchen und dem Hurtigruten Schiff „Nordnorge“ beim Einlaufen in den Hafen zuzusehen.
So langsam holt uns der Regen ein. Wir drehen trotzdem eine kleine Runde durch Hammerfest und fahren dann die komplette Strecke zurück, bis wir wieder auf die E6 stoßen.








Auch dieses Mal wird die Fahrt zum Slalom zwischen den Rentieren, die keinen Respekt vor großen Autos haben. Wir finden an der E6 eine Ver-und Entsorgungsstation und setzen unsere Reise in Richtung Südwesten fort.

Da es bereits wieder anfängt zu dämmern suchen wir uns knapp 20 km vor Alta einen Übernachtungsplatz an einem Fjord. Wunderschön gelegen, total ruhig. Hier haben wir wieder Gelegenheit mit Bonnie eine schöne Runde zu drehen.



Mitten in der Nacht kommt allerdings starker Wind und Regen auf. Wir könnten ja unser Wohnmobil etwas anders parken, Platz genug ist dort, aber dafür müsste einer von uns aus dem warmen Bett heraus… also bleiben wir so stehen und lassen uns durchschütteln.
16.10.2025 Kviby – Alta – Oteren am Lyngenfjord
Puh, was stürmt und schüttet es heute Morgen! Einer von uns muss trotzdem aufstehen und mit Bonnie eine Runde drehen. Reinhard erbarmt sich und hat Glück, dass der Regen während der Runde etwas nachlässt.




Wir nehmen ein kurzes Frühstück ein und fahren wieder los, zurück auf die E6 Richtung Alta. Hier halten wir aber nur an unserer Bäckerei und versorgen uns mit frischen Brötchen und den leckeren Zimtschnecken.

Den Besuch in Alta streichen wir von unserer Liste, da wir bei dem starken Regen keine Lust auf Sightseeing haben.




Die E6 ist zwischen Alta und Tromsø eine traumhaft schöne und abwechslungsreiche Straße. Trotz des schlechten Wetters genießen wir die Fahrt. Es herrscht wenig Verkehr, wir können uns gemütlich treiben lassen. Zwischendurch halten wir für verschiedene kurze Kaffeepausen an.







Es dämmert bereits, als wir nach einem Stellplatz für die Nacht Ausschau halten. Wir entscheiden uns für einen kombinierten Wohnmobilstellplatz und einem Servicepoint für LKW‘s. Obwohl dieser Platz direkt an der E6 liegt verbringen wir eine ruhige Nacht.
17.10.2025 Tromsø – Sommarøy
Wir fahren nach Tromsø, auf dem Weg dorthin fängt es an zu schneien. Wir suchen einen zentralen Stellplatz für unser Wohnmobil und irren im dichten Schneetreiben mit dem Womo durch Tromsø. Wir beschließen für ein paar Stunden das Wohnmobil mit unserem Wachhund abzustellen und die Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu besuchen. Wir sind begeistert von der Eismeerkathedrale, die durch ihre klare, schlichte Architektur und die vielen Fenster besticht.








Wir sind hin und hergerissen, ob wir die Nacht in Tromsø bleiben oder weiterfahren. Ein Stadtbummel bei Schneeregen macht nun auch nicht so viel Spaß. Gegen Nachmittag planen wir weiterzufahren und finden eine Strecke, die über die kleinen Inseln westlich führt und suchen uns einen Stellplatz für die Nacht auf der Sonnen- und Nordlichtinsel Sommarøy.





Mit Nordlichtern wird es aber leider nichts, da der Schnee wieder in Regen übergeht und die Nacht wolkenverhangen ist.
18.10.2025 Sommarøy – Brøstadbotn
Astrid dreht morgens die Runde mit Bonnie, kommt durchnässt nach einer knappen Stunde wieder während Reinhard das Frühstück vorbereitet hat




Leider ist das Wetter uns zur Zeit nicht hold, also werden wir heute noch ein Stück südlich fahren, in der Hoffnung, zwischendurch mal ein paar trockene Abschnitte zu haben, wo wir raus können, Bonnie bespaßen können und die Natur erleben und genießen können. Es regnet jedoch fast den ganzen Tag, trotzdem ist die Landschaft faszinierend und wir bereuen nicht, diese Reise zu dieser Jahreszeit angetreten zu haben.
Abends finden wir einen kleinen Campingplatz an einem kleinen Hafen, der Regen läßt etwas nach, Reinhard schaut sich mit Bonnie den kleinen Ort an. Zum Abendessen gönnen wir uns ein Fondue. Wir hatten es noch im Auto und so haben wir es nicht ganz umsonst, wir schätzen mal am Ende 6500 km, durch die Gegend gefahren.




19.10.2025 Brøstadbotn – Sjøvegan
Beim Frühstück überlegen wir, ob wir am Ort bleiben oder weiterfahren und wenn dann wohin? Natürlich fahren wir weiter, ersteinmal Richtung Insel Senja. Auf dem Weg dorthin schauen wir nach einem Platz für unsere obligatoreische Kaffeepause und nutzen diesen ebenfalls für einen Fotostopp. Ferner können wir auch hier ein bischen mit Bonnie spielen. Auf dem Parkplatz treffen wir dann ein weiteres Wohnmobil mit Dinslakener Kennzeichen. Wir kommen mit Peter schnell ins Gespräch. Er kommt gerade vom Campingplatz Garsnes Camping, dort hatte er in der vergangenenen Woche bei Katja, einer der Organisatorinnen des Nugget-Nordlichttreffens, einen Fotokurs besucht und war nun auf der Weiterfahrt in Richtung Senia (https://nacht-lichter.de/).




Nach diesem doch etwas längerem Stopp, schmeissen wir unsere Pläne wieder über den Haufen und beschließen nicht weiter Richtung Senja zu fahren, sondern uns dem Ort des Geschehens weiter zu nähern. Die Fahrt dorthin ist wiederum traumhaft schön, man weiß nicht, wo man zuerst hinschauen soll, das Zusammenspiel von Farben, Nebel und Landschaft ist faszinierend. Wir brauchen für die paar Kilometer wieder ewig lange, weil wir ständig anhalten oder drehen müssen, damit Reinhard fotografieren kann.




Am Ende landen wir auf dem Wohnmobilstellplatz von Sjøvegan, hier wollen wir morgen noch schnell für die kommenden Tage einkaufen und dann die knapp 8 km zurücklegen. Reinhard dreht die Abendrunde mit Bonnie und macht ein paar Fotos mit dem Handy während Astrid das Abendessen zubereitet.




Mit einem Bild unseres Stellplatzes endet der 2. Teil unseres Norwegen-Roadtripp 2025. In der Nacht fängt es an zu schneien und verwandelt alles in eine wunderschöne Winterlandschaft. Der 3. Teil dreht sich um das Nordlicht-Treffen, dem wir entgegen fiebern.




