29.03.2026 Auf in den Norden
Manchmal läuft es total anders als man es vorher geplant hat. Wir hatten unsere Flüge vor einem Jahr gebucht, wir hatten Einkäufe für unsere Reise getätigt, wir hatten uns auf einen Urlaub (ohne unser Womo) in weiter Ferne und auf Sri Lanka gefreut. Leider brach dann der Irankrieg aus, Flüge über Dubai wurden gestrichen und die Welt veränderte sich.
Trotzdem brauchten wir dringend wieder eine Auszeit, also wurde das Wohnmobil gepackt, die Wetterberichte studiert und dann beschlossen, es geht wieder nach Skandinavien, diesmal nach Dänemark.
Nachmittags um 15 Uhr geht es los, wir wissen noch nicht, wie weit wir heute kommen, überlegen zwischendurch bis nördlich von Hamburg zu fahren um am nächsten Tag weniger Stau zu haben. Als dann unsere Adblue Anzeige auf „bitte Nachfüllen“ sprang, sind wir kurzentschlossen in Sittensen von der Autobahn abgefahren um dort an der Raiffeisentankstelle, recht günstig Adblue aufzutanken. Mehr aus Neugier sind wir dann zum örtlichen Stellplatz gefahren und da dort überaschender Weise noch ein Platz frei war, haben wir kurzerhand beschlossen, hier zu übernachten. Ich habe die Runde mit Bonnie übernommen, während Astrid beim örtlichen Griechen ein paar „Kleinigkeiten“ besorgt hat.



30.03.2026 Finden wir unser Traummobil?
Wir sind ja nun schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem Nachfolger für unseren Sprinter. Reinhard träumt von einem Allrad Auto, Astrid wieder von einem Sprinter. Wo wir uns noch nicht ganz einig sind ist, wie groß und schwer das neue Wohnmobil werden darf. Vor 14 Tagen waren wir schon fast so weit einen gebrauchten, von einem Schreiner aus Rees selbst perfekt ausgebauten Allrad Sprinter zu kaufen. Reinhard war völlig verliebt in das Auto aber Astrid hatte Zweifel, ob dieses Auto zu uns passt. Wir haben uns dann dagegen entschieden und das Auto fand einen anderen Käufer. Da wir nun schonmal nördlich von Hamburg sind, kam Reinhard auf die Idee einen kurzen Stopp im Werk von CS-Reisemobile einzulegen. Wir haben uns diese Wohnmobile schon mehrfach auf Messen oder auch bei Händlern vor Ort angesehen. Allerdings ist so eine Werksbesichtigung nochmal viel aufschlussreicher und interessanter. Ja, wir haben tatsächlich ein Wohnmobil gefunden, das ein Nachfolger unseres jetzigen Sprinters werden könnte aber wir wollen nichts überstürzen. Auf jeden Fall bleibt uns auch der Verkäufer in Erinnerung, kompetent, freundlich und unaufdringlich.
Wir fahren weiter und finden kurz vor Flensburg einen kleinen privaten Stellplatz bei einer Tierärztin. Ein wichtiger Tipp für Norwegenfahrer mit Hund: Bei ihr kann man auch dem Hund die notwendige Wurmkur verabreichen und in den Impfausweis eintragen lassen (https://park4night.com/de/place/310388, N 54°32’50.316” E 9°26’29.0436”)

31.03.2026 Flensburg und Weiterreise nach Fanø
In Flensburg halten wir aus zwei Gründen gerne an, zum einen wegen der leckeren Fischbrötchen an der alten Werft, zum anderen gibt es in Flensburg mehrere Kaffeeröstereien. Wir lieben den Kaffee aus den kleinen Röstereien, er hat jeweils seinen eigenen Geschmack und ist keine industrielle Massenware, wirkliches Handwerk, genau wie wir sie auch in unseren Geschäften praktizieren.
Von Flensburg aus geht es direkt nach Dänemark auf die Insel Fanø, ein kleiner überschaubarer Fleck Erde, auf dem die Saison noch nicht begonnen hat.

Nach einer Kaffeepause geht Astrid mit Bonnie spazieren und ich nehme die Kamera und erkunde die Gegend.







01.04.2026 Nordby Sogn
Am Morgen drehen wir wieder unsere Runden, Astrid mit Bonnie und ich mit der Kamera.



Danach lassen wir es ruhig angehen und genießen es einfach einmal nichts zu tun.
Nachmittags gehen wir dann in den benachbarten Ort Nordby Sogn. Klein und beschaulich, viele alte Häuser, einfach schön. Auf dem Rückweg kaufen wir noch ein paar Lebensmittel fürs Abendessen ein.







02.04.2026 Nordby Strand
Heute soll ein schöner Tag werden! Reinhard schnappt sich die Kamera und Astrid erkundet weiter zu Fuß mit Bonnie den nördlichen Teil der Insel. Wir laufen durch eine riesen große, nicht enden wollende, Dünenlandschaft und beschließen kurzerhand uns am Strand zu treffen und mit frischen Brötchen zu frühstücken. Es bleibt aber nicht beim Frühstück sondern wir bleiben bis abends dort stehen und genießen den Tag.






Erst beobachten wir das Treiben am Strand, den auffrischenden Wind, dann hoffen wir auf einen schönen Sonnenuntergang und später auf Nordlichter. Zwischendurch wird mit Bonnie am Strand gespielt oder es werden auch kleinere Gassirunden durch die Dünen unternommen. Nach dem Abendessen ziehen leider Wolken auf und spätestens um 21 Uhr müssen alle Autos/ Wohnmobile den Strand verlassen haben.
03.04.2026 Weiterfahrt in den Süden der Insel Fanø
Fanø ist zwar nur eine kleine Insel (15,7km lang und 5,3km breit) auf der Landkarte, nördlich von Romø gelegen, aber trotzdem schafft man es nicht in wenigen Tagen die Insel zu erkunden. Wir beschließen also mit dem Womo in den Süden der Insel nach Sønderho umzuziehen.


Heute Vormittag ist es sehr schön sonnig, uns zieht es zuerst wieder an den Strand. Im Laufe des Nachmittags wird es zunehmend windiger und der Himmel zieht sich zu. Wir erkunden zu Fuß den kleinen Ort Sønderho, der auf uns wie ein einziges Museum wirkt. Die hübschen alten reetgedeckten Häuser stehen im krassen Gegensatz zu den davor geparkten hochmodernen Elektroautos.






Das Regenband, das uns in der kommenden Nacht überqueren soll nimmt bereits am Abend ziemlich Fahrt auf. Wir quartieren uns auf einem Campingplatz ein und bereiten uns ein leckeres Abendessen im omnia mit Scholle auf Spitzkohlgemüse mit Meerrettich und dazu gekochten Kartoffeln.
04.04.2026 Sønderho
Jetzt am Morgen und vor allem bei strahlendem Sonnenschein, sehen wir erstmal wie schön wir es auf dem Campingplatz angetroffen haben. Die Stellplätze sind durch kleine Hecken voneinander getrennt und es grast um uns herum ein Pony. Nach dem Frühstück und dem ersten Kaffee draußen in der Sonne, beschließen wir um eine weitere Nacht zu verlängern. Wir hatten gestern auf dem Hinweg gesehen, dass ein großes Naturschutzgebiet zwischen den beiden Inselorten liegt. Da bietet es sich doch an, mit den Fahrrädern die Gegend zu erkunden.




05.06.2026 Fanø
Wir starten nach dem Frühstück vom Süden der Insel in den Norden zum Hafen um mit der Fähre zurück zum Festland zu fahren. Womit wir allerdings nicht gerechnet haben, dass am Ostersonntag die Schlange vor der Fähre so lang ist, dass wir uns überlegen lieber den Tag am Strand zu verbringen als in der Warteschlange. Gesagt, getan- wir fahren an den Strand und Astrid backt einen Zitronenkuchen. Gegen Nachmittag unternehmen wir einen weiteren Versuch zur Fähre zu kommen. Die Schlange ist zwar nicht mehr ganz so lang aber die Wartezeit würde mit Sicherheit immer noch eine Stunde in Anspruch nehmen. Wir fahren zurück zum Wohnmobil Stellplatz und verbringen eine weitere Nacht auf Fanø.





Astrid dreht mit Bonnie noch eine kleine Runde und muss leider mehrfach improvisieren, da die Wege nach den heftigen Regenfällen nicht mehr begehbar sind.
06.06.2026 Fanø – Hvide Sande
Heute haben wir es geschafft, die Insel wieder zu verlassen. Es gab zwar immer noch ein wenig Stau vor der Fähre, aber im Vergleich zu gestern, kaum der Rede wert.
Morgens dreht Astrid mit Bonnie eine schöne Runde und findet wieder Wege zum Strand, die wir bisher noch nicht kannten. Diese Insel ist wirklich eine Reise wert!

Auf dem Festland angekommen entscheiden wir uns noch ca. 100 km weiter nördlich zu fahren, immer entlang der Nordseeküste.
Die erste Rast legen wir nördlich von Esbjerg ein an den bekannten Skulpturen „Der Mensch am Meer“. Die neun Meter hohen Skulpturen von 4 Männern, die auf das Meer blicken, ist eine lokale Attraktion. Lange verweilen wir hier aber nicht, da der extrem starke Wind uns zur Weiterfahrt animiert.


Etwas weiter nördlich finden wir einen noch menschenleeren Parkplatz, an einer Steilküste mit einer Treppe runter zum Strand. Hier legen wir unsere erste Kaffeepause ein.


Was bereisen wir heute für eine wunderschöne Strecke! Wir fahren gemütlich durch hübsche kleine Küstendörfer, allerdings hat man das Gefühl, dass die Küste hier ziemlich in deutscher Hand ist. Uns kommen mehr deutsche als dänische Autos entgegen und auch die Werbebotschaften am Straßenrand klingen sehr vertraut.
Abends geht Reinhard nochmal in den Ort und in den Hafen. Ein paar Fotos machen und eventuell zwei Fischbrötchen besorgen. Aus den Fischbrötchen wird leider nichts aber wir hatten auf Fanø noch Lachs besorgt, so war der Abend auf jeden Fall gerettet.





07.04.2026 Hvide Sande – Højer
Reinhard dreht die Morgenrunde mit Bonnie und bringt auf dem Rückweg frische Brötchen mit. Während dessen nutzt Astrid die Chance, ein wenig für das Geschäft zu arbeiten. Wir aktualisieren gerade unseren online Kalender und da muss noch jede Menge eingerichtet werden.

Gegen Mittag packen wir alles zusammen und fahren weiter, kommen allerdings erstmal nur bis zum Hafen und legen eine kleine Mittagspause ein. Wir sind gestern über Google Bewertungen auf eine Fischbude am Hafen aufmerksam gemacht worden, die angeblich super leckere „Fish and Chips“ mit selbst gemachten Saucen anbieten soll. Wir haben getestet und können diese Bewertungen nur bestätigen, echt lecker!

Wir fahren am Nachmittag weiter in das Naturschutzgebiet Vadehavets Oplevelser bei Hoyer nahe der deutsch-dänischen Grenze. Hier finden wir einen schönen Stellplatz, der zu dieser Jahreszeit noch sehr leer ist. Wir teilen uns wieder auf, Astrid ist mit Bonnie unterwegs, Reinhard mit der Kamera.















08.04.2025 Højer – Rendsburg


Am Morgen dreht Reinhard mit Bonnie die Runde und bringt dabei aus Højer Brötchen mit. Wir überlegen ob wir noch einen Tag hier bleiben oder weiter fahren, wieder nach Deutschland. Wir beschließen eine gemütliche Etappe bis nach Rendsburg zu fahren, halten dabei an verscheidensten Punkten an und halten uns dabei immer an der Westküste Schleswig-Holsteins. Abends kommen wir in Rendsbrug an und beschließen den Abend mit einem Aperol Spritz.






09.04.2026 Rendsburg – Steinhude
Heute geht es wieder ein Stück Richtung Norden, wieder halten wir wieder bei CS-Reisemobile an, um uns noch ein anderes Wohnmobil anzuschauen, welches zur Zeit in Bau dort ist.
Abends sind wir dann am Steinhuder Meer, hier waren wir schon lange nicht mehr.



